Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Fränkisches Freilandmuseum Fladungen lädt am 21. Juli zum Aktionstag für die ganze Familie / Schwerpunktthema „Fladungen hat’s Holz“ 

Aktionstag rund ums Holz in Fladungen

Ganz im Zeichen von Wald und Holz steht die diesjährige Museumssaison im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen. Im Rahmen der Unterfränkischen Bezirkskulturtage in Oberelsbach und Bischofsheim vom 19. bis 28. Juli 2013 können sich Besucher im wahrsten Sinn des Wortes unter dem Motto „Fladungen hat’s Holz“ auf den „HolzWeg“ begeben. Dabei erfahren sie, wie vielseitig und bedeutend der Rohstoff Holz früher für die Rhön war. Besonders anschaulich vermittelt das Thema der große Aktionstag für die ganze Familie am 21. Juli rund um das Jahresmotto, das in Anlehnung an den so genannten „Rhöner Kreis“ entstanden ist.  

Schindelmacher, Holzrücken und historische Holzsäge 
Über die Entwicklung der Wälder in der Rhön und die Entstehung des Nachhaltigkeitsgedankens referiert Forstdirektor Klaus Klingert, Leiter des Amtes AELF, um 15 Uhr in der Aktionsscheune des Hofes Leutershausen. Weiterhin präsentiert sich in Fladungen beim Aktionstag das befreundete Waldmuseum Watterbacher Haus aus dem bayerischen Odenwald. Viele weitere interessante Aktionen von Holzhandwerkern laden zum Zuschauen ein. So können Besucher z.B. einem Drechsler, einem Schindelmacher und anderen Handwerkern über die Schulter schauen. Zu Gast sind außerdem der 1. Deutsche Meister im Holzrücken mit Pferd, Jens Nattermann, das Grünholzmobil für Kinder und die historische mobile Holzsäge von Günther Schwarz. Eine weitere Attraktion bildet ein historisches Brennholzsägenmobil. Damit fuhr Besitzer Michael Väth in den Krieg- und Nachkriegsjahren im Großraum Marktheidenfeld von Ort zu Ort, um das Brennholz für die Bevölkerung zu sägen. Der heutige Besitzer Günther Schwarz aus Steinfeld präsentiert das nostalgische Gefährt, das noch vor 1930 gebaut wurde, gerne den  interessierten Besuchern.

Sinnliches Arbeiten in der Grünholzwerkstatt
Ein besonderes Erlebnis bietet zudem das Werkstattzelt des Grünholzmobils von Michel Heuberger; hier stehen Schneidesel, Trogstöcke und Wippdrehmaschinen sowie die entsprechenden Werkzeuge zur Bearbeitung von frischen Ästen und Zweigen zur Verfügung. Mit Schnitzmesser, Ziehmesser, Schnitzbeil und Drechseleisen dürfen Kinder, Jugendliche und Erwachsene frische Hölzer zu kleinen Gebrauchsgegenständen und Spielzeugen gestalten. Die Besucher bekommen eine Anleitung in das sichere und effektive arbeiten mit den Werkzeugen, und individuelle Unterstützung beim herstellen eigener kleiner Kunst-Hand-Werke. Eine kleine Bücherei zum Thema sowie ein kleines Werkzeugmuseum ergänzen das praktische Tun.

Sonderausstellung, Führungen und Vorführungen 
Zu sehen ist die Vielfalt des Naturprodukts Holz in der Sonderausstellung „Prunk und Protz auf dem Land“. Weiterhin zeigt das Museum sieben Monate lang ausgewählte Holz-Objekte. Die historischen Gebrauchsgegenstände aus Holz erzählen faszinierende Geschichten über ihre ehemaligen Besitzer, ihre frühere Verwendung und ihre einstige Bedeutung. Die Palette der aus der Museumssammlung ausgewählter Stücke reicht vom einfachen Gebrauchsgegenstand bis hin zu einem seltenen Spezialwerkzeug, das nur die wenigsten kennen. Im Rahmen der Führungsreihe „Auf dem Holzweg“ erhalten Teilnehmer (noch am 21. Juli, 11. August, 8. September und 6. Oktober) Informationen zu den Themen „Vom First zum Fußboden“, „Holz als Baumaterial und Dekoration“, „Kostbare bemalte Truhen“ und „Luxusgegenstände aus Holz“. Natürlich greift das Museum das Jahresmotto auch am Aktionstag mit Vorführungen von typischen und zugleich regional besonderen Holzhandwerken auf. Zu sehen sind z.B. die Herstellung von Karfreitagsklappern, Rechenmacher, Korbmacher, Schindelmacher und die Museumshandwerker mit der Präsentation von historischem Holzhandwerk.

Kulinarisches und mehr 
Stärken können sich die Besucher des Aktionstages von 11 bis 17 Uhr mit Zwiebelploatz in der Hofstelle Rügheim, mit regionalen Spezialitäten im Museumsgasthof „Zum Schwarzen Adler“ oder im Brotzeitstübchen in der Hofstelle Oberbernhards. Weitere Informationen sowie Veranstaltungs- und Programmübersicht: Fränkisches Freilandmuseum Fladungen, Bahnhofstraße 19, 97650 Fladungen, Tel. (09778) 91 23-0 oder unter www.freilandmuseum-fladungen.de. 

Hintergrund: Fladungen hat’s Holz 

„Fladungen hat‘s Holz“ im doppelten Sinne: Das Rhöner Städtchen Fladungen lebte in der Vergangenheit vom Holz seiner Wälder, und das Fränkische Freilandmuseum in Fladungen hat Holz auf vielfältige Weise zu bieten“, erläuterte Museumsleiterin Dr. Sabine Fechter. Holz spielte in der Rhön von jeher eine bedeutende Rolle – sowohl zur Gewinnung von Energie wie auch beispielsweise als Baumaterial für Häuser. Auch wurden aus Holz Möbel und viele Dinge des täglichen Gebrauchs gefertigt. Beispiele sind überall im Freilandmuseum zu sehen: Die Museumshäuser bestehen zu einem Großteil aus Holz, die Inneneinrichtung vom Fußboden bis hin zur Eckbank sowie auch zahlreiche präsentierte Gebrauchsgegenstände wurden aus dem Rohstoff hergestellt. „Wir wollen damit die Vielseitigkeit und die Bedeutung des Rohstoffes vor Augen führen“, erläutert Dr. Sabine Fechter. Das Museum ergänzt damit viele weitere Veranstaltungen rund ums Holz in der Region. 

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