Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Fladungen, 20. März 2013

Wärme und Energie aus der Natur fürs Museumsdorf

Eine zukunftsweisende Investition tätigt das Fränkische Freilandmuseum in Fladungen durch den Anschluss an das derzeit entstehende Nahwärmenetz. Für rund 340.000 EURO wird die Wärme- und Energieversorgung voraussichtlich ab Spätherbst diesen Jahres auf Ressourcen schonendes Biogas umgestellt und die Umweltbilanz deutlich verbessert.

„Durch den Anschluss an die örtliche Biogasanlage der Familie Hückl senken wir die Heizkosten und schonen die Umwelt“, unterstrich Erwin Dotzel, Verbandsvorsitzender des Zweckverbandes Fränkisches Freilandmuseum Fladungen, bei der Saisonauftaktveranstaltung für die Presse. In vorbildlicher Weise arbeiten hier Museum, Stadt, Bürgerschaft und Landwirte im Rahmen einer Nahwärmegenossenschaft zusammen, um gemeinsam einen Beitrag zur Nutzung Erneuerbarer Energien aus der Region zu leisten, lobte Verbandsvorsitzender Erwin Dotzel. 

In den nächsten Monaten entsteht ausgehend von der Weihersmühle in Fladungen, dem Standort der Biogasanlage, ein rund sieben Kilometer langes Nahwärmenetz zur Wärmeversorgung von 61 Wohnhäusern, Betriebshallen und Sondergebäuden. Die Versorgung auch in Spitzenzeiten ist durch den zusätzlichen Betrieb eines Hackschnitzelkessels gesichert. Der Abnehmer mit dem größten Wärmebedarf (ca., 700 MWh/a) wird das Fränkische Freilandmuseum mit seinen sechs Heizzentralen sein. Aufgrund der guten Anschlussdichte, der intelligenten Anlagenkonzeption, Fördergeldern, sowie der Unterstützung durch die Stadt Fladungen profitiert das Fränkische Freilandmuseum von sehr attraktiven Preisen. 

„Die künftigen Bezugskosten für  Wärme und Energie werden uns helfen, die dramatisch steigenden Heizkosten von derzeit rund 70.000 EURO jährlich deutlich zu senken“, freute sich der Verbandsrat und Bürgermeister der Stadt Fladungen, Robert Müller. Für die Umstellung auf Biogas entstehen für das Freilandmuseum Kosten in Höhe von 340.000 EURO. Darin enthalten ist die Umrüstung der sechs Heizzentralen von Flüssig- auf Biogas, die Optimierung der Wärmeverteilung auf dem Gelände sowie die Ablösung von zwei Stromheizungen. Die Investition für den Anschluss an die Biogasanlage werde in wenigen Jahren amortisiert sein, betonte Robert Müller. 

„Der Anschluss des Freilandmuseums ist die wirtschaftlich sinnvollste Alternative für die künftige Wärmeversorgung“, fasste Museumsgeschäftsführer Karsten Eck mit Nachdruck zusammen. Durch den gemeinschaftlichen Anlagenbetrieb erziele man einen Energiepreis, der mit einer eigenen Anlage niemals zu erwirtschaften wäre. Hinzu komme, dass die derzeitigen Heizungen ihre Lebensdauer teilweise schon erheblich überschritten haben und ohnehin repariert oder ersetzt werden müssten. Zudem unterstreicht der Verzicht auf fossile Brennstoffe die Philosophie des Museums einer naturnahen Lebensweise im intakten Dorfverbund.  

Weitere Informationen: Fränkisches Freilandmuseum Fladungen, Bahnhofstraße 19, 97650 Fladungen, Tel. (09778) 91 23-0 oder unter www.freilandmuseum-fladungen.de. 

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