Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Freilandmuseum Fladungen startet in die Jubiläumssaison

"Griffel, Füller, Tintenkiller" eröffnet

Eröffnung Sonderausstellung

Eröffnung Sonderausstellung „Griffel, Füller, Tintenkiller"
Von links nach rechts: Karsten Eck, Geschäftsleiter; Dr. Sabine Fechter, Museumsleiterin; Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, stv. Verbandsvorsitzender; Peter Suckfüll, stv. Landrat; Walter Volkmuth, Schulrat

„Noch vor 50 Jahren bestimmte die ‚Einklassschule‘ mit mehreren Schuljahrgängen in einem Klassenraum den Schulalltag auf dem Land“, so der unterfränkische Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel bei der Eröffnung der Ausstellung „Griffel, Füller, Tintenkiller – Volksschulen im ländlichen Bayern 1945 – 1970“ im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen. Der stellvertretende Vorsitzende des Zweckverbands Fränkisches Freilandmuseum Fladungen bekannte, dass er die Einklassschule noch vom eigenen Erleben her kennt. Später zwangen die Umstände die Regierung allerdings zum Handeln: Eine Trennung der Schülerinnen und Schüler nach Konfession war angesichts hunderttausender, konfessionell durchmischter, Flüchtlinge nicht mehr möglich; außerdem bahnte sich ein massiver Lehrermangel an. In den 60er Jahren wurden Schulzusammenlegungen deshalb als sinnvoll akzeptiert, Jahrgangsklassen nun zur Selbstverständlichkeit.

Dass es wegen des demographischen Wandels heute schon wieder einen gegenläufigen Trend gibt, sprich Erst- und Zweitklässler erneut gemeinsam unterrichtet werden – darauf wies Schulrat Walter Volkmuth in seiner Ansprache hin. Zuvor hatte Peter Suckfüll, stellvertretender Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld, den an der Sonderausstellung beteiligten Museen gedankt: Neben dem Fränkischen Freilandmuseum Fladungen wirkten an dem Projekt auch das Fränkische Freilandmuseum Bad Windsheim, die Museen Schloss Aschach, das Kirchenburgmuseum Mönchsondheim und das Rieser Bauernmuseum in Maihingen mit. Laut Museumsleiterin Dr. Sabine Fechter zeigt die Ausstellung eine Vielzahl schulischer Alltagsgegenstände, die den enormen Wandel der Schulen in der bayerische „Provinz“ in den „60ern“ anschaulich demonstrieren.

Die Ausstellung ist zum regulären Museumseintritt bis zum 8. November täglich von 9 bis 18 Uhr im Obergeschoss des Eingangsgebäudes des Freilandmuseums Fladungen zu besichtigen (Apr., Okt. und Nov. montags Ruhetag). Außerdem ist ein Katalog erschienen, der für 13 Euro im Museumsshop - so lange der Vorrat erreicht – die gesamte Museumssaison über erworben werden kann.

Nahezu einmalig hingegen waren Schulmilch und Erzeugnisse aus dem museumseigenen, holzbefeuerten Steinbackofen, die den geladenen Gästen bei der Ausstellungseröffnung anstelle von Sekt und Häppchen serviert wurden. Für die jungen Sängerinnen und Sänger des Kinderchors Kunterbunt aus Heufurt gab es als Dankeschön außerdem noch eine kleine, mit Süßigkeiten gefüllte Waffel, die an eine Schultüte erinnerte. Unter der Leitung von Heike Dankert hatten die Mädchen und Jungen für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung und damit für einen gelungenen Beginn der Saison 2015 gesorgt, in der das Fränkische Freilandmuseum Fladungen sein 25-jähriges Bestehen feiert.

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