Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Bauprojekte im Museum

Kegelbahn und Backhäuschen

Ab Sommer heißt es im Freilandmuseum Fladungen „Alle Neune“. Dann soll die „Kegelbahn aus Ibind“ ihrer Bestimmung übergeben werden. Eine weitere Attraktion verspricht das „Backhäuschen aus Oberbernhards“ zu werden, das bereits im April ins Museum übertragen werden soll.

Die Kegelbahn aus Ibind, Lkr. Haßberge
Einst diente die Freiluftkegelbahn aus Ibind der Dorfbevölkerung zum Kegelbetrieb als Freizeitvergnügen. Dieses Jahr wird sie als neue Attraktion für die Museumsbesucher in Nähe des Museumsgasthauses „Zum Schwarzen Adler“ wiederaufgebaut und zum Betrieb freigegeben werden. Die hölzerne und bedachte Kegelbahn, die im Jahr 1925 von Gastwirt Richard Faber erbaut wurde, war etwa 45 Jahre gesellschaftlicher Mittelpunkt des Dorfes Ibind. Als in den 70er Jahren das Kegeln im Freien aus der Mode kam, verfiel sie zusehends. Schließlich baute sie die Wirtsfamilie Rädlein ab, dokumentierte sie aber und lagerte sie ein, was sich für das Freilandmuseum als Glücksfall herausstellte.

Glücksfall fürs Freilandmuseum
Familie Rädlein bot 2014 die Freiluftkegelbahn dem Freilandmuseum an und schon im November desselben Jahres konnten nach einem positiven Beschluss des Zweckverbandes alle Bestandteile des Bauwerks ins Freilandmuseum überführt werden. Hierzu gehören auch die hölzernen Kegel, die Kugeln und die Bodenplatte zum Aufstellen der Kegel. Bevor es „Alle Neune“ heißt, müssen die Museumshandwerker noch schadhafte Hölzer ersetzen oder reparieren. Der Bau muss noch aufgerichtet und das Dach eingedeckt werden. Vorfreude auf den Sommer ist aber schon erlaubt. Dann soll die mit Tisch und Bänken, Kegeln und Kugeln ausgestattete historische Freizeitstätte gegen einen geringen „Kegellohn“ zum Mitmachen einladen.

Das Backhäuschen aus Oberbernhards, Lkr. Fulda, hessische Rhön
Noch steht das Backhäuschen am Ortsrand von Oberbernhards, an seinem alten Standort. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich das landwirtschaftliche Anwesen der Familie Storch, von dem bereits zwei Häuser im Freilandmuseum wiederaufgebaut wurden. Das aus Fachwerk und Bruchsteinmauerwerk bestehende Backhaus errichteten in der Nachkriegszeit Einwohner aus Oberbernhards, um darin mit ihren Familien gemeinschaftlich Brot zu backen. Obwohl es sich um einen jungen Vertreter des ländlichen Gemeindebackhauses handelt, so sind doch bei dem zu übertragenden Objekt alle Baumerkmale vorhanden, welche fränkische Backhäuser schon seit Jahrhunderten aufweisen.

Übertragung des Gebäudes im Frühjahr
Die Ausschreibung für die Versetzung des Gebäudes in das Museumsgelände ist bereits erfolgt, so dass Mitte April mit dem Transport der Gebäudeteile und dem Wiederaufbau begonnen werden kann. Nach behutsamen Instandsetzungsarbeiten, Komplettierung und der Einrichtung mit Backzubehör steht dem Backbetrieb dann nichts mehr im Weg.

Brotbacken im Freilandmuseum
Mit der Übertragung des Backhäuschens aus Oberbernhards wird es neben dem eingebauten Backofen in der Hofstelle Rügheim im Freilandmuseum einen weiteren funktionstüchtigen, historischen Backofen geben. Nun können Backveranstaltungen in Gestalt von Seminaren oder Backtagen auch in dem neu errichteten, frei stehenden Gebäude durchgeführt werden. Das Brotzeitstübchen mit Imbiss- und Getränkeverkauf sowie Sitzmöglichkeiten in seiner Nähe bieten darüber hinaus ideale Voraussetzungen für diese Veranstaltungen.

 

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