Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

"mobil im museum" und mehr

Projekte und Angebote der Museumspädagogik

Ein Filmworkshop für junge Leute und ein neues Konzept für die Gärten und Grünanlagen sind im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen 2016 Schwerpunkte der museumspädagogischen Aktivitäten. Die Ideen hierfür bringt Natalie Ungar M.A. mit, die seit einem Dreivierteljahr als Museumspädagogin für das Museum tätig ist.

Projekt „mobil im museum“
Alte Fachwerkhäuser, gemütliche Stuben, farbenfrohe Gärten und Tiere, die sich im Gelände tummeln – von all dem hat das Fränkische Freilandmuseum Fladungen viel zu bieten. Im Rahmen von Aktionstagen können die Besucher aber auch selbst erleben, wie beschwerlich das Landleben einst war: die Kartoffelernte bei sengender Hitze oder das mühsame Wäschewaschen mit der Hand machen erfahrbar, wie arbeits- und entbehrungsreich das Leben im vermeintlichen ländlichen Idyll früher oft gewesen ist.

Auch Oberstufenschülerinnen und -schüler des Martin-Pollich-Gymnasiums aus Mellrichstadt werden davon erfahren, wenn sie in diesem Jahr durch das Freilandmuseum streifen: In einem zweitägigen Workshop werden sie unter Anleitung von Museumspädagogin Natalie Ungar M.A. Videoclips zum Thema „Heimat“ produzieren. Das Projekt will mit Hilfe der Kameras von Smartphones und Tablets den einst harten bäuerlichen Alltag thematisieren und auf diese Weise Brücken von der Vergangenheit in die Gegenwart schlagen.

Ermöglicht wird die Produktion der Clips durch „mobil im museum“. Dabei handelt es sich um ein Projekt des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jugendring, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und der Bayerischen Sparkassenstiftung. Die von den Gymnasiasten aus Mellrichstadt erzielten Ergebnisse sollen Ende Juli im Rahmen des diesjährigen „Freilichtkinos im Freilandmuseum“ in Fladungen gezeigt werden. Doch nicht nur beim Freilichtkino, sondern auch bei Rundgängen durchs Museum werden sich die Besucher die Videoclips ansehen können, um sich über den ehemaligen Alltag auf dem Land zu informieren.

Projekt „Historische Pflanzensorten“
Eine Vielzahl von Kräuter-, Blumen- und Gemüsesorten wird im Freilandmuseum Fladungen schon lange angebaut. 2016 und in den darauf folgenden Jahren sollen jedoch verstärkt historische Sorten aus Unterfranken und den benachbarten Gebieten angebaut werden. So können die Besucher im Gelände schon bald das „Würzburger Radieschen“ oder die „Gochsheimer Gelbe“ – eine Möhrensorte – entdecken. Außerdem wird Museumsgärtner Thomas Hemmert die Blumenkohlsorte „Erfurter Zwerg“ und die „Birnenförmige Zwiebel“, die aus dem Raum Bamberg stammt, schon bald im Museum anbauen.

Ziel des Projekts ist es, im Freilandmuseum die für Unterfranken typischen Nutzpflanzen anzubauen und den Besuchern Informationen darüber zu geben. Gemüse, Obst und Kräuter können für das Zubereiten typischer Speisen an Veranstaltungstagen oder bei Aktionen mit einzelnen Besuchergruppen genutzt werden. Darüber hinaus können die Pflanzen für Inszenierungen verwendet werden. So können Kräuterbüschel, die an Maria Himmelfahrt gesammelt wurden – wie früher üblich – in den Stuben der Museumshäuser aufgehängt werden. Die Küchen und Vorratsräume lassen sich ebenfalls mit Kräutern und Gemüse ausstatten.

„Museum erleben“
Neben Projekten wie diesen ist Museumspädagogin Natalie Ungar M.A. auch für Museum erleben zuständig. Unter diesem Motto wird 2016 erneut eine ganze Reihe von Führungen, Aktionen und Praxisseminaren angeboten. Dabei arbeitet das Museum mit vielen Partnern zusammen, darunter der Verein „Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e. V.“. Mit ihm gemeinsam werden im Frühsommer die Aktionswochen „Brot und Butter“ organisiert, im Rahmen derer die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Brot backen und buttern können.

Am 3. August (11 bis 16 Uhr) steht im Museum „Bauen mit Lehm und Holz“ auf dem Programm. Kinder ab 8 Jahren können dabei die Gefache eines Schafstalls mit Lehm und Holz verschließen. Die Veranstaltung ist einer der drei Ferien-Aktionstage für Kinder und Jugendliche 2016 im Museum, die zusammen mit „jukunet – Netzwerk für Jugendkultur“ organisiert werden.

Zum Programm der Museumspädagogik zählen auch die Praxisseminare, bei denen das Museum von der „vhs Rhön und Grabfeld“ unterstützt wird. So zum Beispiel beim „Stuhlflechten“ am Samstag, den 8. Oktober (9.30 – 17 Uhr) und Sonntag, den 9. Oktober (9.30 – 18.30 Uhr). Erwachsene können hier die Technik des Wiener Geflechts erlernen und aus ihren Stühlen einen echten „Hingucker“ machen.

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Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung