Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Wie das Obst über den Winter kommt ...

Süße Früchtchen aus dem Dörrhäuschen

Dörrhäuschen aus Rothausen in Betrieb
Meist standen sie in Dorfnähe, weit genug entfernt von der nächsten Hofstelle – zu groß wäre andernfalls die Brandgefahr gewesen, wenn in den Dörrhäusern das Feuer angeschürt wurde. Über mehrere Tage hinweg wurde darin früher Obst getrocknet – auch in Rothausen, im Landkreis Rhön-Grabfeld, gab es so ein Gebäude. Um 1860 an seinem Ursprungsort errichtet, steht das Obstdörrhäuschen aus Rothausen heute im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen und auch hier ist es einmal jährlich in Betrieb. Von Dienstag, dem 20. September bis Freitag, dem 23. September werden hier wieder Äpfel, Birnen und Zwetschgen für den Herbst und den Winter haltbar gemacht.

Obstdörren im Freilandmuseum Fladungen

Obstdörren im Freilandmuseum Fladungen

Vitaminvorrat für die kalte Jahreszeit
In regalartige Gestelle werden die hölzernen Horden geschoben, auf denen Apfel- und Birnenscheiben sowie – als ganze Früchte – Zwetschgen lagern. Die Hitze für den Dörrvorgang kommt dabei von unten. Am Ende des Verfahrens steht ein zuckerhaltiges und vitaminreiches, vor allem aber haltbares, Lebensmittel. Durch die Hitze wurde den Früchten das Wasser entzogen. Dadurch bleiben diese länger genießbar. Jetzt sind sie auch leichter und kleiner, was sie besser transportier- und lagerbar macht. Der Geschmack hat sich zwar verändert, aber nicht zum Nachteil. Im Gegenteil: Das Dörrobst sorgte für Abwechslung auf dem früher oft kargen Speisezettel.

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