Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Alte Handwerkskunst trifft auf brennende Leidenschaft

Brennertage im Freilandmuseum Fladungen

Sortenvielfalt im Glas
Zwetschgen, Äpfel, Birnen oder Mirabellen – Streuobstwiesen sind ein wahrer Garten Eden und für ihre hochprozentigen Erzeugnisse greifen fränkische Brenner gerne auf diese Früchte zurück. Darüber hinaus erfreuen sich derzeit Getreidebrände einer immer größeren Beliebtheit. Zur Vielfalt der Erzeugnisse kommt in Franken die Vielfalt der Erzeuger. So sind derzeit 1.256 Brennereien alleine aus Unterfranken Mitglied im “Fränkischen Klein- und Obstbrennerverband Würzburg e.V.“. Zusammen mit dem Verband lädt das Fränkische Freilandmuseum Fladungen am Samstag, den 8. April und Sonntag, den 9. April zur Veranstaltung „Edle Brände und wie sie entstehen“ ein. Ziel ist es, die Museumsbesucher über das Brennerhandwerk und die Brennerkultur zu informieren.

 Museumsbrenner Michael Weber

Museumsbrenner Michael Weber bei einer Riechprobe

Betrieb in der Museumsbrennerei
Wie Schnaps früher gebrannt wurde, erfahren die Museumsbesucher in der Hofstelle aus Mühlfeld. Dort können sie Museumsbrenner Michael Weber bei der Arbeit über die Schulter sehen. Dass die fast 100 Jahre alte Anlage noch gut funktioniert, beweisen Auszeichnungen in Silber und Bronze, die das Museum für seinen Schnaps aus Früchten von den Bäumen seiner Streuobstwiesen schon erhalten hat. Während der Saison können die Museumsbrände im Museumsladen käuflich erworben werden. Zusammen mit den Destillaten weiterer Mitglieder des Fränkischen Klein- und Obstbrennerverbandes werden sie an den Brennertagen außerdem in der Schafscheune zum Probieren und zum Kauf angeboten.

 Brennerei in der Hofstelle aus Mühlfeld

Brennerei in der Hofstelle aus Mühlfeld

Seminare in der Aktionsscheune
Jeweils drei ausgewählte Destillate werden außerdem – zusammen mit Wasser und Brot – bei Seminaren in der Aktionsscheune gereicht. Die Kosten für die Teilnahme betragen 5,00 Euro zzgl. Museumseintritt pro Person und Seminar. Die Teilnehmerzahl ist auf jeweils 25 Personen begrenzt. Die Anmeldung ist am jeweiligen Veranstaltungstag an der Museumskasse möglich. Vier verschiedene Seminare werden angeboten.
Das Seminar „Der kleine feine Unterschied“ (Sa & So, jeweils 11.00 Uhr) befasst sich mit der Frage „Stamperl oder Stielglas?“ sowie mit den Unterschieden zwischen Alchemie und Destillerie. Außerdem klärt es darüber auf, was einen „Geist“ von einem „Brand“ unterscheidet.
Einfach nur „Whisky“ lautet der Titel des zweiten Seminars (Sa, 12.00 Uhr & So, 13.00 Uhr). Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfahren alles über das flüssige Gold der „fränkischen Highlands“. Beantwortet wird unter anderem die Frage „Was ist drin?“ und was es mit Begriffen wie „Single Malt“ oder „Blended“ auf sich hat.
Um „Brennende Leidenschaft“ geht es in Seminar drei (Sa & So, jeweils 14.30 Uhr). Es zeichnet den Weg der Schnapserzeugung vom Obst, über die Maische und den Brennvorgang bis hin zum fertigen Destillat nach.
Wie dieses am besten gelagert wird, davon handelt das vierte Seminar, das den Titel „Zwetschge, Apfel & Co im Fass“ trägt (Sa & So, jeweils 16.00 Uhr). Es informiert über die unterschiedliche Eignung verschiedener Obstsorten für eine Lagerung der entsprechenden Destillate in Holzfässern. Außerdem befasst es sich mit der Wahl des richtigen Holzes und beantwortet die Frage nach der Reifezeit.

Alkoholfreie Getränke ebenfalls erhältlich
Mit den Brennertagen spricht das Fränkische Freilandmuseum Fladungen ein erwachsenes Publikum an. An Besucher unter 18 Jahre werden keine Destillate abgegeben. Erwachsene, welche die angebotenen alkoholhaltigen Getränke probieren möchten, werden gebeten, sich nicht selbst ans Steuer eines Fahrzeuges zu setzen. Selbstverständlich sind im Museumsgelände auch alkoholfreie Getränke erhältlich.

Diese Seite teilen

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung