Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Neue Attraktion im Freilandmuseum Fladungen

Die Büttnerei aus Sulzthal wird eröffnet

Ein Handwerk – viele Bezeichnungen
Böttcher, Schäffler, Kübler oder Küfer – für Handwerker, die Holzbehälter herstellen, gibt es eine ganze Reihe von Begriffen. In Franken hat sich der „Büttner“ durchgesetzt und dieser erledigt seine anstrengende Arbeit, in vielen Schritten, in der „Büttnerei“.

Die Geschichte der „Büttnerei aus Sulzthal“
Mit der „Büttnerei aus Sulzthal“ wird am Samstag, den 29. Juli im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen das erste ausschließlich einem Handwerk gewidmete Gebäude eröffnet. Um 1865 als Fasslager einer Brauerei errichtet, wurde es an seinem ursprünglichen Standort ab 1921 umgebaut und dort bis 1978 als Büttnerwerkstatt genutzt. Das Inventar – Werkzeuge und Maschinen aus den 1920er bis 1950er Jahren – hat sich bis heute komplett erhalten und wurde 2012 mit dem gesamten Gebäude ins Freilandmuseum Fladungen übertragen.

Aufbau des Daubenturms durch Museumsschreiner Thilo Mann

Aufbau des Daubenturms durch Museumsschreiner Thilo Mann

Modellprojekt für Inklusion
Die „Büttnerei aus Sulzthal“ ist das erste große Inklusionsprojekt des Museums. Besucher können dort an 13 Stationen sehen, hören und tasten, wie früher ein Fass hergestellt wurde. Dafür wurden unter anderem Mediaguides mit Führungen in deutscher Gebärdensprache und leichter Sprache sowie eine sogenannte Audiodeskription entwickelt, das heißt eine akustische Beschreibung des Gebäudes und seiner Objekte. Ein in den 1970er Jahren am Originalstandort der Büttnerei gedrehter Film rundet die inklusive Präsentation ab.
Bei der Realisierung erhielt das Museum wertvolle Unterstützung durch die „Lebenshilfe Würzburg e.V.“ und die Bezirksgruppe Unterfranken-Würzburg des „Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes e.V.“. Die Dr.-Karl-Kroiß-Schule des Bezirk Unterfranken und der Behindertenbeauftragte der Stadt Bad Kissingen hatten ebenfalls Anteil am Gelingen des Projekts.

Realisierung mit Fördermitteln
Finanziert wurde das Projekt durch den Zweckverband Fränkisches Freilandmuseum Fladungen, dem der Bezirk Unterfranken, der Landkreis Rhön-Grabfeld und die Stadt Fladungen angehören, sowie durch Fördermittel. Diese stellten die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, die Bayerische Landesstiftung und die Stiftung der Sparkasse Bad Neustadt a. d. Saale zur Verfügung.

Festzug und Ansprachen
Der offizielle Teil der Eröffnung beginnt am Samstag, den 29. Juli um 11.00 Uhr mit einem Festzug vom Museumseingang zur Büttnerei, die sich im hinteren Teil des Museumsgeländes befindet. Dort wird der Vorsitzende des Zweckverbandes, Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, die Gäste begrüßen. Es folgen Grußworte von Josef Demar, stellvertretender Landrat des Landkreises Rhön-Grabfeld, sowie von August Weingart, Erster Bürgermeister des Marktes Sulzthal, und von Georg Waldemer, stellvertretender Leiter der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern. Anschließend wird Museumsleiterin Ariane Weidlich das neue Museumsgebäude als „Eine Büttnerwerkstatt für alle“ vorstellen. Musikalisch umrahmt wird die Eröffnung von den „Sulzthaler Musikanten e.V.“ und vom „Gesangverein Sängerlust 1903 e.V. Sulzthal“.

Freier Eintritt für die Einwohner von Sulzthal
Nach Abschluss des offiziellen Teils dürfen sich die Museumsbesucher ab ca. 12.00 Uhr auf ein einstündiges Konzert der Sulzthaler Musikanten freuen. Außerdem wird in der Aktionsscheune des Dreiseithofs aus Leutershausen um 13.00 und 15.00 Uhr nach traditioneller Art gebuttert. Für Einwohner des Marktes Sulzthal hat sich das Freilandmuseum Fladungen aus Anlass der Büttnerei-Eröffnung noch etwas Besonderes ausgedacht: Gegen Vorlage des Personalausweises ist für sie an diesem Tag der Eintritt ins Museum frei.

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Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung