Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Die "Büttnerei aus Sulzthal"

Modellprojekt für Inklusion

Am Sonntag, den 18. Juni wird im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen die „Büttnerei aus Sulzthal“ offiziell eröffnet. In dem neuen Museumsgebäude mit seiner komplett erhaltenen Werkstatteinrichtung erfahren Menschen mit und ohne Behinderung, wie früher Fässer hergestellt wurden. Am Eröffnungstag der Büttnerei erhalten Einwohner der Gemeinde Sulzthal freien Eintritt ins Museum.

Zweckbau mit Geschichte
Mit der „Büttnerei aus Sulzthal“ ist im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen ab der Saison 2017 ein neues, ausschließlich dem Handwerk gewidmetes Gebäude den Besuchern zugänglich. Entstanden ist es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Als Fasslager einer Brauerei errichtet, wurde es ab ca. 1920 zur Werkstatt umgebaut. Bis 1976 am ursprünglichen Standort in Sulzthal (Landkreis Bad Kissingen) genutzt, wurde die Büttnerei zwischen 2012 und 2014 ins Museum übertragen. Am Sonntag, den 18. Juni steht am neuen Standort die offizielle Eröffnung auf dem Programm. Bis dahin erfolgt derzeit – als ein wesentlicher letzter Schritt – die Einrichtung der Präsentation.

Präsentation für alle
An insgesamt 14 Stationen soll der Prozess der Fassherstellung allen Besuchern näher gebracht werden. Geachtet wurde auf einen barrierefreien Zugang für Besucher mit eingeschränkter Mobilität. Auf Basis einer klassischen Audioführung werden darüber hinaus derzeit Spezialführungen für Zielgruppen mit besonderen Bedürfnissen entwickelt, die mit Hilfe von Mediaguides abrufbar sein werden. Dazu zählen Führungen in deutscher Gebärdensprache und leichter Sprache. Für Sehbehinderte und Blinde wird es außerdem eine akustische Beschreibung des Gebäudes und seiner Objekte geben. Taktile Leitlinien werden ihnen innen wie außen die Orientierung erleichtern.
Mit der Umsetzung inklusiver Maßnahmen beschreitet das Freilandmuseum Fladungen einen neuen Weg. „Mit der Büttnerei aus Sulzthal werden wir einen ersten wichtigen Meilenstein erreichen“, so Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel, der Vorsitzende des Museumszweckverbandes.

Komplette Werkstatteinrichtung
Zu den wesentlichen Ausstattungsmerkmalen des Büttnereigebäudes gehört die vollständig erhaltene Werkstatteinrichtung mit Handwerksgeräten und Maschinen aus den 1920er bis 1950er Jahren. Wie diese zur Herstellung eines Fasses angewendet wurden, zeigt – als bedeutendes Dokument – ein Film aus dem 1970er Jahren. Dieser stammt von Arno Diez, dem letzten Besitzer der Büttnerei vor deren Übertragung ins Museum. Mit ihrer Eröffnung am Sonntag, den 18. Juni wird der Film in dem neuen Museumsgebäude zu sehen sein. Unter Vorlage des Personalausweises ist der Eintritt in das Fränkische Freilandmuseum Fladungen für Einwohner der Gemeinde Sulzthal an diesem Tag frei.

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