Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Wie das Obst über den Winter kommt

Nahrung haltbar zu machen, war für die Menschen auf dem Land früher lebenswichtig. Obst wurde in Dörrhäusern getrocknet, wie sie einst vielerorts zu finden waren. Meist standen sie am Dorfrand. Zu groß wäre andernfalls die Brandgefahr gewesen, wenn in den Dörrhäusern das Feuer angeschürt wurde. Von unten her beheizte es die regalartigen Gestelle mit den hölzernen Horden, auf denen die ganzen Zwetschgen und die in Scheiben geschnittenen Äpfel und Birnen lagerten.

Durch die Hitze wurde den Früchten das Wasser entzogen. Dadurch blieb das Obst länger genießbar. Außerdem wurde es leichter und kleiner und damit auch besser transportierbar. Am Ende des Verfahrens stand ein zuckerhaltiges und vitaminreiches, vor allem aber haltbares, Lebensmittel. Das Dörrobst war Teil der Ernährung der Landbevölkerung in der kalten Jahreszeit und sorgte für Abwechslung auf dem oftmals kargen Speisezettel.

Am Dörrhäuschen aus Rothausen können die Museumsbesucher von Dienstag, 19. September bis Donnerstag, 21. September bei der Herstellung von Trockenobst zuschauen.

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