Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Kunst geht fremd … und kommt an

23. Juli bis 3. November 2024

14 Mal ist die Kunst bereits in Unterfranken fremd gegangen – jedes Mal unter einem anderen Motto. In diesem Jahr geht es um den facettenreichen Begriff des Ankommens.

18 Museen schicken ihre Ausstellungsstücke auf die Reise, die hoffentlich nicht nur physisch, sondern auch inhaltlich gut ankommen. Und mehr als das: Sie sollen überraschende Blickwinkel und erfrischende Perspektiven zeigen, indem sie in ungewöhnlichen Kontexten präsentiert werden. Es geht um das Ankommen im Leben, die Geburt, und um das Ankommen in einer bestimmten Gesellschaftsschicht, in einem neuen Land oder einer neuen Heimat. Es dreht sich um die Sehnsucht der Menschen im Land ihrer Träume anzukommen, um das behütete Ankommen von Heiligen und Göttern an einem bestimmten Ort und um Menschen, die wohl nie an ihrem (Lebens-) Ziel ankommen, wenn sie denn überhaupt eines haben. Schließlich geht es um Päckchen oder Briefe, die Tausende von Kilometern überwinden können und vom Leben in der Fremde oder an der Front berichten.

18 Häuser laden die Besucherinnen und Besucher herzlich auf eine Entdeckungsreise durch ganz Unterfranken ein. Möglich wird dies durch die langjährige Unterstützung durch den Bezirks Unterfranken. Machen Sie sich auf den Weg in die vielfältige unterfränkische Museumslandschaft und lassen Sie sich die spannenden (Kunst-) Geschichten erzählen!

Alle Fremdgänger und Veranstaltungstermine finden Sie unter Kunst geht fremd.


Radierung mit Darstellung eines SäuglingsFoto: © Steffi Mayer

Aus dem Museum im Kulturspeicher Würzburg kommt zu uns nach Fladungen:

Kleine Genovefa

  • Steffi Mayer (* 1967 in Würzburg)
  • 2008
  • Radierung
  • H 28,4 x B 37,8 cm

Ein Baby, gerade auf der Welt angekommen. Die kleine Genovefa schläft in einer wohligen Enge, als ob nach ihrer Geburt nichts sich verändert hätte. Luft, Licht, Kälte und Geräusche scheinen ihr fern zu bleiben. Sensibel hält Steffi Mayer mit der Radiernadel das Wunder des neuen Lebens fest: die Zerbrechlichkeit der Fingerchen, aber auch den ganz eigenen Charakter dieses kleinen Menschen. Das Bild der neu geborenen ersten Tochter der Künstlerin steht zugleich für das Ankommen Steffi Mayers in ihrem neuen Leben als Mutter – und für ihren Weg, die zunächst unvereinbar scheinenden Rollen als Mutter und Künstlerin miteinander zu verbinden.

Im Rahmen der Aktion "Kunst geht fremd" ist das Werk im Freilandmuseum Fladungen zu sehen.

Konnte die kleine Genovefa Ihr Interesse wecken? Dann kommen Sie am 15. September um 11 oder 14 Uhr zum Objektgespräch mit Dr. Henrike Holsing (Museum im Kulturspeicher Würzburg) vorbei. Kosten: Museumseintritt.

Auf der Website "Kunst geht fremd" erfahren Sie mehr zu unserem Fremdgänger, der im Heimatmuseum Ebern zu sehen ist.


Sie haben einen Fremdgänger erwischt? Dann teilen Sie doch Ihre Entdeckung mit dem Hashtag #KunstGehtFremd in den sozialen Netzwerken!