Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Ins Museum übertragen - und dann?

Zukunftsaufgabe Bauunterhalt

Im 27. Jahr seines Bestehens befindet sich das Fränkische Freilandmuseum Fladungen noch immer im Aufbau, das heißt: Weiterhin kommen neue Gebäude und damit neue Attraktionen für die Besucher hinzu. Wichtig ist jedoch auch der Erhalt der bisherigen Museumsgebäude. Diese Aufgabe wird künftig an Bedeutung gewinnen.

Sanierungsbedürftige Scheunen
Fachwerkbauten prägen ganz wesentlich das Gesicht des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen. Dazu zählen auch die Scheune der Hofstelle aus Trappstadt und die Scheune aus Rappershausen, welche die Hofstelle aus Bahra ergänzt. Beide Gebäude stammen aus dem 18. Jahrhundert und wurden bereits vor der offiziellen Eröffnung des Freilandmuseums im Jahr 1990 mit Hilfe der Ganzteil-Translozierung vom ursprünglichen Standort ins Museum übertragen. Das bedeutet, dass zum Beispiel Decken und Wände jeweils an einem Stück am einen Ort ab- und am anderen wieder aufgebaut wurden. Dank dieser Methode ließ sich bei der Übertragung ein großer Teil der Gebäudesubstanz erhalten. Nach rund drei Jahrzehnten Standzeit im Museum müssen beide Scheunen nun jedoch saniert werden.

Sanierung 2017 bzw. 2018
Bereits im Herbst 2016 wurden deshalb durch einen Fachgutachter die Schäden analysiert. Dabei zeigte sich, dass die Statik der Scheune aus Rappershausen nicht mehr sicher ist. Die Sanierung dieses Gebäudes hat deshalb hohe Priorität. Nach Klärung der Frage, welche Bauteile der Giebelrückseite ersetzt werden müssen, soll sie bereits 2017 in Angriff genommen werden. Die Sanierung des Giebels der Scheune Trappstadt folgt im Jahr 2018.

Sanierung wird dokumentiert
Sämtliche Veränderungen werden genau dokumentiert. Für das Freilandmuseum Fladungen ist dies von zentraler Bedeutung, denn: „Nur auf diese Weise können die Gebäude ihren Wert als materielle Zeugnisse der Vergangenheit behalten“, so Museumsleiterin Ariane Weidlich. Diese weist auch auf die künftige Bedeutung des Themas Bauunterhaltes für das Museum hin. Nach über 25 Jahren Standzeit im Museum werde die Frage des Zustands und Erhalts vieler Gebäude immer wichtiger. Wie anspruchsvoll diese Aufgabe ist, zeigt ein Vergleich: Grundsätzlich hat das Freilandmuseum Fladungen den Bauunterhalt für eine Liegenschaft in der Größenordnung eines mittelgroßen Dorfes zu leisten.

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