Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Sonderausstellung zu Dialekt und Lebensart in Unterfranken

„Wenn die Alten erzählen“

Alles ist im Fluss. Nichts bleibt, wie es war. Das ist der unabänderliche Lauf der Dinge und es ist von der Natur so auch gut eingerichtet. Es gibt aber auch die stillen Umbrüche, das leise Abschied nehmen von lieb gewonnenen Gepflogenheiten und gewachsener Tradition. In so einer Phase des Umbruchs befinden sich unsere Dialekte und die im ländlichen Franken überlieferte „baurische“ Lebensart.

Darauf möchte die Ausstellung „Wenn die Alten erzählen – Dialekt und Lebensart in Unterfranken“ den Blick lenken. Die Gewährspersonen erzählen über die Kindheit, ihre Jugend, das Erwachsensein und das Alter. Von ihrem Leben mit der Natur, dem Alltag in dörflicher Gemeinschaft und der Arbeit in Haushalt, Landwirtschaft und Handwerk. Stellvertretend für viele unterfränkischen Gemeinden und Dörfer wird, am Beispiel der Region Werntal-Bachgrund, diese alte, vergehende Welt abgebildet. Die Ausstellung ist ein Plädoyer für das Bewahrenswerte im Wandel und ein Bekenntnis zum Lebensraum Land. Am Zustandekommen der Ausstellung haben mitgewirkt ...

... die an den Interviews beteiligten Personen
Karl Rüth, Landwirt, Sachserhof (*1923 – † 2013)
Emma Mennig, Bäuerin und Hausfrau, Büchold (*1922)
Paul Mayerhöfer, Landwirt, Büchold (*1922 – † 2014)

... der Interviewer
Benedikt Feser, Vorstand des Vereins zur Bewahrung des Unterfränkischen Dialektes e. V.

... die Stimme aus der Sprachwissenschaft
Frau Dr. Monika Fritz-Scheuplein, Unterfränkisches Dialektinstitut Universität Würzburg

... die Autoren des Mundartlexikons "Wos haste gsocht - oder das weggeworfene Gut"
Josef Oberst, Büchold
Helmuth Rüth, Sachserhof

Freilandmuseum Fladungen erste Station
Die Wanderausstellung „Wenn die Alten erzählen – Dialekt und Lebensart in Unterfranken“ wurde vom Verein zur Bewahrung des unterfränkischen Dialekts konzipiert und umgesetzt. Viele Gespräche und Kontakte im Umfeld haben den Verein dazu ermutigt, dem weiten Feld Sprache und Region durch dieses Projekt ein Gesicht zu geben. Mit dem Freilandmuseum steht ihm gleich zu Beginn der Ausstellungstour ein dem Thema stark verbundener Partner an der Seite.

Ausstellung als Etappenziel
Mit einem modernen Ausstellungskonzept soll Dialektfreunden und interessierten Besuchern die Faszination der unterfränkischen Sprache und Lebensart näher gebracht werden. Auch will der Verein mit der Ausstellung die Idee vom „Haus des Dialektes“ in die Öffentlichkeit tragen. Es soll ein lebendiger Treffpunkt für Freunde und Förderer der unterfränkischen Mundart entstehen. Es wäre als Haus des gesprochenen Wortes das erste seiner Art.

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