Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Aktuelles aus dem Freilandmuseum

Projekte und Blicke hinter die Kulissen


2026

Saatgut für mehr Blütenvielfalt

links ein gelber Bienenfutterautomat, rechts ein Hinweisschild, darunter eine Holzbox mit der Aufschrift "Kapselrückgabe"

Direkt neben unserem Bienenhaus aus Fladungen gibt es jetzt einen besonderen Automaten: Statt Kaugummis hält er Saatgut für blütenreiche Flächen bereit.

Für 50 Cent erhalten Besucherinnen und Besucher eine kleine Mehrweg-Kapsel mit Saatgut für bis zu 2 m² Blühfläche. Die regional angepassten Saatgutmischungen enthalten heimische Wild- und Kulturarten und schaffen damit zusätzliche Nahrungsangebote für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten.

Auch beim Automaten selbst steht Nachhaltigkeit im Mittelpunkt: Die leeren Kapseln werden gesammelt, gereinigt und anschließend wieder mit neuem Saatgut befüllt.

Mit einer kleinen Aussaat können Sie dazu beitragen, neue Blühflächen zu schaffen und damit die heimische Insektenwelt zu unterstützen. Wir freuen uns auf viele Teilnehmende.


30 Jahre Rhöner Bauernladen: Eine Erfolgsgeschichte regionaler Produkte

Vier Personen stehen vor dem Eingang des "Rhöner Bauernladen", eine Frau hält einen Blumenstrauß, alle lächeln.

Seit dem 31. Juli 1996 steht der Rhöner Bauernladen am Fränkischen Freilandmuseum Fladungen für gelebte Regionalität. Entstanden aus dem Zusammenschluss engagierter Rhöner Erzeuger, bringt der Laden bis heute hochwertige Produkte direkt von den Höfen und Betrieben der Region zu den Kundinnen und Kunden aus Nah und Fern.

Zum Jubiläum gratulierten Museumsleiter Niklas Hertwig und die stellvertretende Museumsleiterin Linda Wolters gemeinsam mit Bernd Hückl von der Erzeugergemeinschaft Rhöner Bauernladen GbR der Betreiberin Martina Seufert.

Ob Bauernbrot, Wurst- und Käsespezialitäten, Eier, Nudeln, Fruchtaufstriche oder viele weitere Köstlichkeiten: Der Bauernladen zeigt, wie wertvoll kurze Wege, regionale Kreisläufe und die Zusammenarbeit von Erzeugern und Vermarktern sind.

Herzlichen Dank an Martina Seufert, die Erzeugergemeinschaft und alle beteiligten Betriebe für 30 Jahre Engagement – und freuen uns auf viele weitere Jahre mit regionalen Genüssen aus der Rhön!

Mehr zum Thema in der entsprechenden Pressemitteilung


Summende Dörfer: Forschung zu Wildbienen und anderen Bestäubern

Was haben Wildbienen und Schwebfliegen an unserem Bahnhofsgelände zu suchen? Eine ganze Menge!

Im Rahmen des Forschungsprojekts „Summende Dörfer“ untersuchen Forschende des Biozentrums der Universität Würzburg, welche Bestäuber in Dörfern und ländlichen Lebensräumen vorkommen und welche Bedingungen sie dort vorfinden. Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen ist als Kooperationspartner Teil des Projekts.

Auch auf dem Museumsgelände sind die Forschenden regelmäßig unterwegs. Mit Kescher und Farbschalen erfassen sie Wildbienen, Schwebfliegen und andere bestäubende Insekten. Zusätzlich werden die Blühpflanzen bestimmt und gezählt. So entsteht ein genaueres Bild von der Vielfalt der Bestäuber und ihrer Lebensräume.

Das Projekt zeigt, wie wertvoll vielfältige ländliche Lebensräume für die Artenvielfalt sind. Alte Strukturen, blütenreiche Flächen, Obstbäume und naturnahe Bereiche können zahlreichen Insekten Nahrung und Nistmöglichkeiten bieten. Wir freuen uns, einen Beitrag zu diesem wichtigen Forschungsprojekt leisten zu können.

Mehr über das Projekt „Summende Dörfer“


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Gelungener Bieranstich im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen

Gruppenbild mit fünf Männern, die sich mit Bier zuprostenGemeinsam für das Museumsbier: v. l. Thomas König (Rhön GmbH), Museumsleiter Niklas Hertwig, Verbandsvorsitzender Bezirkstagspräsident Stefan Funk, Museumsmitarbeiter Klaus-Dieter Spiegel und Braumeister Friedbert Stumpf (Labor für Getränkeindustrie) beim Bieranstich.

Mit dem traditionellen Bieranstich feierte das Fränkische Freilandmuseum Fladungen am Sonntag, 14. Juni sein neues Museumsbier. Zahlreiche geladene Gäste waren der Einladung gefolgt und erlebten am Weiher vor dem historischen Brauhaus einen gelungenen Festtag.

Bezirkstagspräsident und Verbandsvorsitzender Stefan Funk stach um 11 Uhr das erste Fass des naturtrüben Märzens an, das im historischen Gemeindebrauhaus aus Alsleben nach traditioneller Art gebraut wurde. Trotz der eher kühlen Temperaturen blieb das Wetter trocken und bot gute Bedingungen für die Veranstaltung.

Neben dem Bieranstich nutzten viele Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, mehr über die traditionelle Braukultur zu erfahren. Die Brauhausführungen stießen ebenso auf Interesse wie das historische Kochprogramm rund um die Schaumbiersuppe. Für die musikalische Umrahmung sorgten der Musikverein Fladungen sowie der „Rucksackmusikant“ Michael Manger.

Das Museumsbier entsteht jedes Jahr mit Unterstützung zahlreicher regionaler Partner. Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen bedankt sich bei allen Beteiligten, die zum Gelingen des Biers und der Veranstaltung beigetragen haben. Eine besondere Auszeichnung erhielt das Museumsbier der Saison 2026 mit dem Qualitätssiegel der Dachmarke Rhön. Das Siegel steht für regionale Herkunft, kurze Transportwege, nachhaltige Wertschöpfung und hohe Produktqualität. Das Museumsbier ist ab sofort auch im Museumsladen erhältlich.


Freilandmuseum im „Rhöncast“ zu hören

Obstblüten vor Fachwerkhaus, rechts oben Logo Rhöncast, rechts unten Grafik Mikrofon

Kurz vor dem Saisonstart 2026 waren Linda Wolters und Niklas Hertwig im Podcast „Rhöncast“ zu Gast. Im Gespräch mit Host Celina Distler geben sie Einblicke in die Besonderheiten und Angebote des Fränkischen Freilandmuseums Fladungen und sprechen über die kommende Saison.

Die Folge ist auf allen gängigen Podcast-Plattformen verfügbar und kann dort jederzeit nachgehört werden.


Gelebte Regionalität: Qualitätssiegel Rhön

v. l. Museumsleiter Niklas Hertwig, stellvertretende Museumsleiterin Linda Wolters, Bezirkstagspräsident Stefan Funk (Verbandsvorsitzender), Johannes Metz (Geschäftsführer Rhön GmbH) und Thomas König (Marke & Produkt, Rhön GmbH).
Foto: Florian Hiller

Ein besonderer Meilenstein für das Fränkische Freilandmuseum Fladungen:

Wir sind nun offiziell Partnerbetrieb der Dachmarke Rhön e. V. und durften am 23. März 2026 das Qualitätssiegel entgegennehmen.

Die Auszeichnung wurde durch die Rhön GmbH an unseren Verbandsvorsitzenden und Bezirkstagspräsidenten Stefan Funk sowie Museumsleiter Niklas Hertwig und stellvertretende Leiterin Linda Wolters überreicht.

Das Qualitätssiegel steht für regionale Herkunft, nachhaltige Wertschöpfung und hohe Produktqualität – Werte, die im Museum seit jeher gelebt werden. Umso mehr freuen wir uns, dass unsere eigenen Erzeugnisse diesen Anspruch nun auch sichtbar nach außen tragen.

Ausgezeichnet wurden unser Apfelsaft von den eigenen Streuobstwiesen, unsere Edelbrände sowie das Museumsbier aus dem historischen Brauhaus.

Die Auszeichnung ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich – und ein starkes Signal für die Region.


2025

Professionelle Verstärkung im Team Wissenschaft

Adam Cerny, Mitarbeiter Hausforschung vor begrünter Hausfassade

Im September 2025 konnte die Vakanz im Bereich Historische Haus- und Bauforschung neu besetzt werden. Mit dem Architekten und historischen Bauforscher Adam Černý, ausgebildet u. a. an den Hochschulen in Weimar, Danzig und Regensburg, erhielt das Museum fachliche Verstärkung. Zuvor war er im Rahmen eines wissenschaftlichen Volontariats in der Gartendenkmalpflege bei der Klassik Stiftung Weimar tätig.


Tag der Jüdischen Kultur am 7. September 2025

Zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur, der 2025 unter dem Motto „People of the book“ steht, möchten wir an die Firma der Brüder Rosenthal in Rhön-Grabfeld erinnern:

Gustav (1847–1924) und Julius Rosenthal (1849–1929) gründeten am 1. November 1880 in Mellrichstadt, die Firma „Gebrüder Rosenthal“. Die Geschwister betrieben ein Eisen- und Kolonialwarengeschäft, das auch erfolgreich Landmaschinen vertrieb.

Das zeigt die in der Sammlung des Fränkischen Freilandmuseum Fladungen überlieferte Kornfege, eine Maschine zur Getreidereinigung. Der blaugrüne Holzkorpus trägt die mit einer Schablone aufgetragene Beschriftung „Gebrüder Rosenthal, Mellrichstadt“.

Die gemeinsam geführte Firma existierte bis zum 10. August 1910. Zu diesem Zeitpunkt gingen die Brüder geschäftlich getrennte Wege. Sie ließen jeweils Einzelunternehmen unter ihrem Namen ins Handelsregister eintragen – beide führten weiterhin eine „Eisen- und Maschinenhandlung“ in Mellrichstadt.

Im Dritten Reich wurde die Firma von Gustav Rosenthal am 23. Dezember 1937 „wegen Geschäftsaufgabe“ aus dem Handelsregister gelöscht. Die Firma seines Bruders Julius wurde am 17. Juni 1937 mit dem Hinweis „erloschen“ gekennzeichnet.

Jüdische Kaufleute wurden systematisch ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage beraubt, enteignet und diskriminiert. Deshalb war vielen die Emigration nicht möglich und sie wurden Opfer der Schoah.


Ausgezeichneter Edelbrand: Gold für unseren Obstbrand bei fränkischer Prämierung im Juli 2025

Niklas Hertwig und Michael Weber stoßen mit Edelbrand anMuseumsleiter Niklas Hertwig und Brenner Michael Weber

Alle zwei Jahre zeichnet der Fränkische Klein- und Obstbrennerverband Würzburg e. V. Destillate fränkischer Brenner aus. Bei der diesjährigen Prämierungsfeier in Volkach wurden auch mehrere Brände des Freilandmuseums Fladungen ausgezeichnet. Erstmals durfte Museumsbrenner Michael Weber eine Goldmedaille in Empfang nehmen, und zwar für seinen Obstbrand aus Apfel, Birne und Quitte. Die Jury hob besonders dessen Noten von Zitrus, Quitte und Ananas hervor.

Auf seinem Freigelände erhält das Fränkische Freilandmuseum Fladungen nicht nur historische Gebäude, sondern bildet auch typische Kulturlandschaften Unterfrankens ab – mit der Verarbeitung von Obst zu Edelbränden tragen auch wir als Museum zum Erhalt der Streuobstwiesen bei.

Das volle Sortiment unserer Obst- und Bierbrände ist im Museumsladen erhältlich. 


Gastgeber-Info-Tag 2025

Frau wäscht Wäsche mit Waschbrett, daneben 2 Frauen, die Kleidung auswringen

Gemeinsam mit Gastgeberinnen, Gastgebern und Touristikerinnen haben wir uns am 26.3.25 auf die bevorstehende Saison eingestimmt. Neben einer exklusiven Preview zur Sonderausstellung „Pixi. 70 Jahre kleine Bücher“ stellten wir einige neue Angebote in den Museumsgebäuden vor. Beim Einblick in unsere Aktionsprogramme hieß es „Selbst mit anpacken“ – beim Wäschewaschen wie anno dazumal, im historischen Schulunterricht und beim Herstellen von Buttermilchstangen. Abgerundet wurde der Vormittag mit einem gemütlichen Get-together bei frischem Holzofen-Gebäck. Ein großes Dankeschön an alle, die dabei waren und sich vom nasskalten Wetter nicht die Stimmung haben verderben lassen. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Saison!


Holzbildhauersymposium im Freilandmuseum: Skulptur "Anisoptera" findet dauerhaftes Zuhause im Museumsweiher

Im Rahmen eines Symposiums der Staatlichen Berufsfachschule für Holzbildhauer in Bischofsheim in der Rhön entstanden bei uns im Mai 2024 beeindruckende Skulpturen aus alten Eichenbalken. 

Die angehenden Holzbildhauerinnen Clara Lucia Urban und Johanna Jagusch schufen dabei eine überlebensgroße Libelle. Während sie an ihrem Werk arbeiteten, wurde ihnen bewusst, wie harmonisch es sich in die Umgebung des Museums einfügt.

Jetzt hat "Anisoptera" ihr dauerhaftes Zuhause an unserem Weiher gefunden. Ein Symbol für kreatives Teamwork und die besondere Verbindung von Kunst und Kulturlandschaft.  Vielen Dank an die Berufsfachschule für die bereichernde Kooperation.

Zur ausführlichen Pressemeldung


Crafted in Bavaria: Eine digitale Reise durch die Welt des bayerischen Handwerks

Text Crafted in Bavaria vor Illustrationen von Bier, Holz, Käse, Brot vor schwarzem Hintergrund

Gemeinsam mit über 20 Kultureinrichtungen, der Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM) und Google Arts & Culture, präsentieren wir "Crafted in Bavaria" – eine einzigartige Zusammenarbeit, die die Geschichten hinter bayerischem Handwerk in die digitale Welt bringt.

Neben acht virtuellen Rundgängen durch bayerische Museen warten über 60 kuratierte Online-Ausstellungen darauf, erkundet zu werden. Entdecken Sie faszinierende Exponate u. a. rund um Holzhandwerk, Metallverarbeitung und Kulinarik und erfahren Sie mehr über die Menschen, die dieses kulturelle Erbe seit Generationen bewahren. Wir freuen uns sehr, bei diesem Projekt mit dabei zu sein: Finden Sie heraus, wie unsere Edelbrände entstehen und verfolgen Sie einen Brautag bei uns im Museum.

Dezember 2024


Tipps aus den Mediatheken

"Tobis Urlaubstrip: Rhön hautnah!"

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