Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Jetzt geht‘s ans Eingemachte – Thementag rund ums Haltbarmachen im Freilandmuseum Fladungen

Am 13. September dreht sich im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen alles um traditionelle Methoden der Vorratshaltung – mit Mitmachaktionen, Workshops, Führungen, Vorträgen und kulinarischen Angeboten.

Foto: Patricia Linsenmeier

Zur Erntezeit lädt das Fränkische Freilandmuseum Fladungen am Sonntag, 13. September von 10 bis 17 Uhr zum Thementag „Jetzt geht’s ans Eingemachte!“ ein. Im Mittelpunkt steht das Haltbarmachen von Lebensmitteln – eine Kulturtechnik, die früher überlebenswichtig war und heute wieder neu entdeckt wird. Auf dem gesamten Museumsgelände können Besucherinnen und Besucher traditionelle Methoden kennenlernen, selbst ausprobieren und dabei jede Menge praktische Tipps für die eigene Vorratshaltung mitnehmen.

An zahlreichen Mitmachstationen wird gezeigt, wie Lebensmittel früher haltbar gemacht wurden. Beim Marmeladekochen wird Obst aus dem Museumsgarten verarbeitet und die selbst gekochte Marmelade im individuell verzierten Glas mit nach Hause genommen. Wer es lieber herzhaft mag, kann beim Workshop „Einkochen“ unter fachkundiger Anleitung ein Glas Gewürzgurken einlegen.

Beim Kräutersalzmischen stehen verschiedene Kräuter zur Auswahl. Das selbst gemischte Kräutersalz kann direkt auf einem frischen Butterbrot probiert werden. Beim Tee-Verkosten können die Museumsgäste verschiedene frische Aufgüsse probieren, bevor die Entscheidung für die Lieblingssorte fällt. Und bei der Station „Frische Butter selbst gemacht“ lässt sich der Weg vom Melken bis zum Butterschlagen nachvollziehen.

Auch das Fermentieren spielt in diesem Jahr eine besondere Rolle: Im Workshop mit der Ökotrophologin Astrid Seifen wird frisches Kraut gestampft und anschließend können verschiedene Fermente verkostet werden.

Um die Haltbarmachung tierischer Lebensmittel geht es bei Metzgermeisterin Barbara Fink. Unter dem Motto „Salzen, Wursten, Räuchern“ zeigt sie, wie Fleisch auf unterschiedliche Weise konserviert werden kann. Verkostung und Verkauf ergänzen das Angebot. Außerdem ist der Angelsportverein Ostheim mit seinem Räucherofen vor Ort und bietet frisch geräucherten Fisch an.

Rund um Honig und Bienenprodukte informiert Bienenfachwirtin Sonja Heinemann. Neben verschiedenen Honigsorten gibt es dazu Wissenswertes sowie Oxymel zu entdecken. Auch Erzeugnisse aus der Kräuterwerkstatt, Bienenwachsprodukte sowie Salben und Tinkturen werden zum Verkauf angeboten.

Wie Obst früher ohne elektrische Geräte haltbar gemacht wurde, lässt sich am historischen Dörrhäuschen entdecken. Dort können sich Besucherinnen und Besucher gedörrte Apfel-, Birnen- und Zwetschgenschnitze schmecken lassen und beim Dörr-Quiz ihr Wissen testen.

Ergänzend bietet Heidrun Luther von der Gärtnerei Luther verschiedene Sirups und andere Wildfrucht-Getränke zum Probieren an.

Auch die historische Brennerei ist geöffnet: Museumsbrenner Michael Weber erläutert die Herstellung von Edelbränden. Eine Verkostung und der Verkauf der Produkte runden das Angebot ab.

Wie wichtig Vorräte für die Versorgung in besonderen Situationen sein können, erläutert das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) am Stand „Gut gewappnet für den Notfall – Private Vorratshaltung“.

Wer tiefer in die historischen Hintergründe eintauchen möchte, kann an den Führungen „Heute ‚in‘, früher Alltag – Selbstversorgung auf dem Land“ teilnehmen. Bei einem Rundgang durch das Museum werden historische Methoden der Vorratshaltung und Selbstversorgung anschaulich. Die Führungen finden um 11 und 14 Uhr statt.

Wissenswertes rund ums Haltbarmachen vermitteln außerdem mehrere Kurzvorträge im Obergeschoss des Truchsess-Hauses aus Oberhohenried. In jeweils 30 Minuten geht es um „Mit Wildfrüchten gestärkt durch den Winter“, „Fermentieren gegen Lebensmittelverschwendung“, „Die Kunst der Wildkräuter-Fermentation“ sowie „Oxymel & Honig – süß, sauer und erstaunlich haltbar“.

Informationen zum Besuch

Alle Programmpunkte des Thementags sind offene Angebote, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme an den Mitmachangeboten und Workshops ist teilweise mit Materialkosten verbunden. Bei Führungen und Mitmachangeboten mit begrenzter Platzzahl empfiehlt es sich, frühzeitig am jeweiligen Veranstaltungsort zu sein. Weitere Informationen und die genauen Uhrzeiten der einzelnen Programmpunkte gibt es unter freilandmuseum-fladungen.de.

Das Museum ist am Veranstaltungstag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Ermäßigungen und Familienkarten sind erhältlich. Karten sind online sowie an der Museumskasse erhältlich.