Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Kunst geht fremd … und macht blau

21. Juli bis 8. November 2026

Und? Wie oft haben Sie bereits in Ihrem Leben „blau gemacht“?

„Kunst geht fremd“ bietet Ihnen dieses Jahr die Möglichkeit „blau zu machen“. Und das ganz ohne schlechtes Gewissen oder einen Kater am nächsten Morgen! Die Objekte von 17 unterfränkischen Museen haben sich auf den Weg gemacht und verbringen ihre Zeit in ganz neuen und anderen Umgebungen.

Ganz ohne schlechtes Gewissen nehmen die Fremdgänger eine Auszeit von dem Gewohnten und bieten Ihnen so die Möglichkeit, sie in ganz neuen und manchmal auch erstaunlichen und inspirierenden Kontexten zu erleben! Getreu dem Motto setzen sich die Ausstellungsstücke alle mit den unterschiedlichen Facetten „des Blauen“ auseinander: Ob nun ganz konkret mit der Farbe oder in der Interpretation der unterschiedlichen Metaphern, die darum entstanden sind. Die Fremdgänger erzählen dabei unter anderem von altem Handwerk, neuen technischen Errungenschaften, der Vergänglichkeit, der Freiheit auf drei Rädern oder einer Zeit, die mehrere Millionen Jahre zurückliegt. So oder so helfen Ihnen die Objekte dabei – zumindest für die Dauer des Ausstellungsbesuchs – aus dem Alltag auszubrechen und im allerbesten Sinne „blau zu machen“.

17 Häuser laden die Besucherinnen und Besucher herzlich auf eine Entdeckungsreise durch ganz Unterfranken ein. Möglich wird dies durch die langjährige Unterstützung durch den Bezirk Unterfranken. Machen Sie sich auf den Weg in die vielfältige unterfränkische Museumslandschaft und lassen Sie sich die spannenden (Kunst-) Geschichten erzählen!

Alle Fremdgänger und Veranstaltungstermine finden Sie unter Kunst geht fremd.


Aus dem Museum Terra Triassica Euerdorf in unserer Hofstelle aus Waldberg zu Gast:

 

Der Blaue Ceratites nodosus

Fundort: Aub | Oberer Muschelkalk - ca. 240 Million Jahre vor heute | Ø ca. 14 cm

Aub ist eine Kleinstadt, die im Tal der Gollach zwischen Würzburg und Rothenburg ob der Tauber liegt. Geologisch gehört das Gebiet in den Bereich der germanischen Triasplatte. Die bekannten Ceratiten von Aub stammen aus dem Oberen Muschelkalk. Dieser besteht vor allem aus marinen Kalk- und Mergelgesteinen, die in einem flachen Meer abgelagert wurden.

In einer bestimmten Abfolge innerhalb des Oberen Muschelkalks, den sogenannten Ceratitenschichten, tritt eine besonders reichhaltige Ammonoideenfauna auf. Zu ihr gehören die charakteristischen Ceratiten, die in Aub oft auffällig blau gefärbt sind. Diese Blaufärbung ist nicht ursprünglich, sondern geht auf die spätere Einlagerung farbgebender Minerale und Spurenelemente in Schale und umgebenden Kalkstein zurück. Vor allem kupferhaltige Verbindungen und durch chemische Veränderungen entstandene Farbzentren im Gestein lassen die Fossilien intensiv blau erscheinen.

Im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen ist das Fossil in der Stube der Hofstelle aus Waldberg zu sehen. Sein Blauton schlägt eine visuelle Brücke zu den gleichfarbigen Wandmustern.


Vorratsdose „Sago, Holland-Motiv in Delfter Blau" in der Kunsthalle Schweinfurt

Auf der Website "Kunst geht fremd" erfahren Sie mehr zu unserem Fremdgänger, der in die Kunsthalle Schweinfurt gereist ist. 

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