Fränkisches Freilandmuseum Fladungen

mit dem Rhön-Zügle

Lokomotiven

Lok-98886-Fotograf-Lothar-Huber

Dampflokomotive 98 886

Eigentümer: Stadt Schweinfurt
Bauart: Dh2t; bayerische GtL 4/4
Hersteller: Krauss & Comp. München
Fabrik-Nummer: 8275
Baujahr: 1924
Dienstgewicht: 46 t
Leistung: 450 PS
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h

Die Loks der bayerischen Baureihe GtL 4/4 wurden speziell für die bayerischen Lokalbahnen konstruiert und dort jahrzehntelang erfolgreich eingesetzt. So war die Lok 98 886 zusammen mit der 98 812 noch bis 1968 auf der Lokalbahn von Bad Neustadt nach Bad Königshofen im täglichen Einsatz. Die Stadt Schweinfurt erwarb die Lok und stellte sie als Denkmal vor dem Schweinfurter Hauptbahnhof auf. 1997 konnte das Fränkische Freilandmuseum die Lok als Dauerleihgabe übernehmen. Sie wurde nach Aufarbeitung im Dampflokwerk Meiningen 1999 auf der Museumsbahnstrecke in Betrieb genommen. Bis zum Saisonende 2014 zog sie die Dampfzüge im Streutal und war bis September 2017 zur Hauptuntersuchung bei den Eisenbahnwerkstätten Krefeld. 2018 verunfallte die Lok an einem Bahnübergang und musste erneut in die Werkstatt, diesmal nach Meinigen. Im Frühjahr 2020 konnten die Arbeiten abgeschlossen werden und die Lok steht seither für den Betrieb bereit. 


Lok 897373

Dampflokomotive 89 7373

Eigentümer: Rhön-Zügle e.V.
Bauart: Cn2t; preußische T3 nach Musterblatt M III-4e
Hersteller: Hohenzollern Düsseldorf
Fabrik-Nummer: 1424
Baujahr: 1901
Dienstgewicht: 35 t
Leistung: 290 PS
Höchstgeschwindigkeit: 40 km/h

Die Loks der preußischen Baureihe T3 waren für den Betrieb auf Kleinbahnen konzipiert. Es wurden von 1882 an bis 1914 mehr als 1.500 Loks dieser Baureihe gebaut. Neben der preußischen Staatsbahn beschafften auch viele Privatbahnen diese Loks. Die Lok 89 7373 war 70 Jahre lang bei der Deutschen Eisenbahn-Betriebs-Gesellschaft, zuletzt SWEG (Südwestdeutsche Eisenbahn-GmbH), unterwegs. Seit 1987 ist die Lok im Besitz der "Offenbacher Lokalbahn e.V." und wurde in langjähriger Eigen- wie auch Fremdarbeit betriebsfähig aufgearbeitet. Im Jahr 2014 konnte die Rundumerneuerung abgeschlossen werden und die Lok wurde als 89 7373 beim "Rhön-Zügle" in Betrieb genommen. Die Lok bespannte ab der Fahrsaison 2015 bis 2017 und erneut nach dem Unfall der 98 886 im Sommer 2018 die Dampfzüge im Streutal. Die Lok 89 7373 steht nun als Reserve und für Sonderfahrten zur Verfügung.


Lok OLB 2 „Alfred“

Dampflokomotive OLB 2 „Alfred“

Eigentümer: Rhön-Zügle e.V.
Bauart: Bn2t; Industrietype „Schlägel“
Hersteller: Hohenzollern Düsseldorf
Fabrik-Nummer: 1669
Baujahr: 1903
Dienstgewicht: 30 t
Leistung: 270 PS
Höchstgeschwindigkeit: 30 km/h

Die Lokomotivfabriken boten für Werks- und Zechenbahnen Serienlokomotiven an, die auf Vorrat gefertigt und ab Lager lieferbar waren. Die Fa. Hohenzollern in Düsseldorf hatte den Typ „Schlägel“ im Programm, der von 1885 bis 1912 gebaut wurde. Der Verein „Offenbacher Lokalbahn e.V.“ konnte Anfang der 1980er Jahre die Lok übernehmen und arbeitete sie in Eigenleistung betriebsfähig auf. Ab 1985 absolvierte sie auf der Offenbacher Hafen- und Industriebahn Dampfzugsonderfahrten, bis diese Bahnen 1994 stillgelegt wurden. Danach kam die Lok zeitweise auf der Kahlgrundbahn zum Einsatz. Im Jahr 1996 wurde mit der Lok der Museumsbahnbetrieb des „Rhön-Zügle“ aufgenommen. Aus der „Offenbacher Lokalbahn e.V.“ waren zwischenzeitlich die „Eisenbahnfreunde Untermain e.V.“ hervorgegangen. Bis 1999 bespannte die Lokomotive OLB 2 "Alfred" zuverlässig die Museumszüge zwischen Fladungen und Ostheim v. d. Rhön. Seit Inbetriebnahme der Lok 98 886 und Verlängerung der Strecke bis Mellrichstadt diente sie als Reservelok und wurde weiterhin zu Sonderleistungen angeheizt. Im Oktober 2014 hatte sie ihren vorläufig letzten Einsatz. Die Feuerbüchse des Kessels steht seither zur Erneuerung an.


bild-platzhalter.png

Diesellokomotive V 60 734

Eigentümer: Rhön-Zügle e.V.
Bauart: C Dh
Hersteller: Maschinenbau Kiel GmbH
Fabriknummer: 600 323
Baujahr: 1960
Dienstgewicht: 54 t
Leistung: 650 PS
Höchstgeschwindigkeit: 60 km/h

Die Loks der Baureihe V 60 wurden ab 1957 bis 1964 mit insgesamt 942 Exemplaren an die Deutsche Bundesbahn geliefert. Sie wurden im Rangierdienst wie auch im Nebenbahndienst eingesetzt und verdrängten die zuvor dort eingesetzten Dampfloks.  Die Lok V 60 734 wurde im Jahr 1960 in Dienst gestellt und war bis 2011 bei der Deutschen Bahn aktiv. Von 2012 bis 2020 war die Lok dann für die evb (Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH) unterwegs. "Rhön-Zügle e.V." hat die Lok im Dezember 2020 von der evb erworben. Auf der Museumsbahnstrecke wird die Lok an den Dieselfahrtagen - und wenn aufgrund der Waldbrandgefahr kein Dampflokeinsatz möglich ist - zum Einsatz kommen. Die Außenlackierung der Lok wird im Frühjahr 2021 entsprechend dem DB-Farbgebungsschema zum Zeitpunkt der Indienststellung 1960 erneuert.


Lok 323 760-9.JPG

Kleinlokomotive 323 760-9 (Köf 6560)

Eigentümer: „Rhön-Zügle e.V.“
Bauart: Köf II
Hersteller: Gmeinder & Co GmbH, Mosbach/Baden
Fabriknummer: 5194
Baujahr: 1960
Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h

 

Die Loks der Bauart Köf II dienten bei der Deutschen Bundesbahn der Bedienung von Anschlussgleisen, für Übergabefahrten und für leichte Rangierarbeiten. Die Bezeichnung Köf steht für Kleinlokomotive mit Dieselölantrieb und Flüssigkeitsgetriebe. Die Lokomotive 323 760-9 hat bei der DB nachträglich ein geschlossenes, beheizbares Führerhaus erhalten, um dem Rangierpersonal im Winter einen besseren Witterungsschutz zu geben. Beim "Rhön-Zügle" wird die Lok hauptsächlich zum Rangieren in Fladungen verwendet. Äußerlich entspricht die Lok dem Zustand bei der Deutschen Bahn ab 1992.


Lok 332 066-0.jpg

Kleinlokomotive 332 066-0 (Köf 11 066)

Eigentümer: Rhön-Zügle e.V.
Bauart: Köf III
Hersteller: Gmeinder & Co GmbH, Mosbach/Baden
Fabriknummer: 5307
Baujahr: 1964
Höchstgeschwindigkeit: 45 km/h

 

Die Lok der Bauart Köf III war eine verstärkte Weiterentwicklung der Bauart Köf II mit höherer Leistung und diente bei der Deutschen Bundesbahn zur Bedienung von Anschlussgleisen, für Übergabefahrten und für leichte Rangierarbeiten. Die Bezeichnung Köf steht für Kleinlokomotive mit Dieselölantrieb und Flüssigkeitsgetriebe. Beim "Rhön-Zügle" wird die Lok hauptsächlich für Rangierarbeiten, Streckenkontrolle und Bauzugfahrten eingesetzt. Äußerlich entspricht die Lok dem Zustand bei der Deutschen Bundesbahn ab 1968.

Diese Seite teilen

Museumswebsite gefördert durch:

Landesstelle für die nichtstaatlichen Mussen in Bayern
Bayerische Sparkassenstiftung